Was haben Scherben mit Demokratie zu tun?

Geschrieben von Anja Gebhardt-Varga

Rund um die Bundestagswahl 2021 wurde im Geschichtsunterricht der 6b der Ursprung der Demokratie im antiken Griechenland gesucht.

Ähnlich wie heute konnten dort alle Bürger des Landes an Abstimmungen und Wahlen teilnehmen, mit ein paar Ausnahmen: Frauen, Sklaven und Zugereiste hatten dazu kein Recht. Für jeden männlichen  Athener war so die Teilnahme am Scherbengericht, der antiken Wahl eine wichtige Angelegenheit. Auf Tonscherben, den antiken Stimmzetteln, wurden die Namen von unliebsamen Zeitgenossen geritzt, die die Demokratie gefährdeten. Auf der Tagesordnung heute: Muss Perikles, der Stratege Athens, das Land für 10 Jahre verlassen, weil er zu viel Macht und Einfluss hatte?  Die spannende Volksversammlung im Klassenraum mit den Ansprachen seiner Befürworter und Gegner halfen den Schülerinnen und Schülern, sich zu entscheiden. Die Auszählung der Stimmen war übersichtlich, die Wahl der 6b ging gegen Perikles. In Wirklichkeit aber blieb Perikles als gefeierter Stratege, führender Staatsmann Athens und Bauherr der Akropolis im Land.